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Alles über Magnesium: der komplette Ratgeber für Ihre Gesundheit

Von der Rolle dieses essenziellen Minerals über den Mangel bis hin zu magnesiumreichen Lebensmitteln und der Wahl eines Präparats — alles, was die Wissenschaft belegt, mit geprüften Quellen.

300+Enzymreaktionen
10Abschnitte
~15 Min.Lesezeit
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 — Nächste Überprüfung: November 2026

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Als Cofaktor von über 300 Enzymreaktionen bestimmt dieses Mineral Energie, Muskel und Nervensystem. Eine tägliche Zufuhr von 300 bis 400 mg deckt den Bedarf eines Erwachsenen; wenn die Ernährung nicht ausreicht, gleicht ein Magnesium in gut aufnehmbarer Form (Bisglycinat, Citrat) die Zufuhr aus — unter Beachtung der Magen-Darm-Verträglichkeit und der renalen Gegenanzeigen.

Schlüsselfakten

Essenzieller MineralstoffCofaktor von über 300 Enzymreaktionen, darunter die Energieproduktion (ATP).
KnochenreserveRund 60 % des körpereigenen Magnesiums sind im Knochen gespeichert, im Zusammenspiel mit Calcium.
Empfohlene ZufuhrEtwa 300 bis 400 Milligramm pro Tag (D-A-CH-Schätzwert); Frauen meist etwas weniger als Männer.
BioverfügbarkeitBisglycinat und Citrat werden besser aufgenommen und wirken weniger abführend als Oxid.
NervenfunktionBeteiligt an der Regulation der Neurotransmitter und am nervlichen Gleichgewicht.
NahrungsquellenNüsse und Samen, dunkle Schokolade, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und grünes Gemüse.

Wichtigste Punkte

  • Magnesium unterstützt den Energiestoffwechsel sowie die Muskel- und Nervenfunktion.
  • Ein Mangel äussert sich durch Krämpfe, anhaltende Müdigkeit und Reizbarkeit.
  • Die Ernährung bleibt die erste Quelle: Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte, dunkle Schokolade.
  • Die Salzform (Bisglycinat, Citrat) bestimmt Verträglichkeit und Aufnahme.
  • Magnesium zur Mahlzeit und auf mehrere Einnahmen verteilt verbessert den Komfort.
  • Bei Niereninsuffizienz oder laufender Behandlung sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Abschnitt 01

Was ist Magnesium und wozu dient es?

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann: Es muss über die Ernährung zugeführt werden. Als viertreichster Mineralstoff des menschlichen Körpers wirkt es — neben Natrium, Kalium und Calcium als wichtiger Elektrolyt — als Cofaktor bei über 300 Enzymreaktionen — von der Energieproduktion bis zur Proteinsynthese. Unauffällig, aber allgegenwärtig, prägt es ebenso die körperliche Gesundheit wie das nervliche Gleichgewicht.

Magnesiumpräparat im Labor analysiert
Aufmacherbild — Magnesium, Schlüsselmineral des Energiestoffwechsels.

Ein Cofaktor von über 300 Enzymreaktionen

Rolle 01

Energieproduktion (ATP)

Magnesium ist für das ATP-Molekül, die «Energiewährung» der Zellen, unverzichtbar. Ohne es läuft der Energiestoffwechsel auf Sparflamme — was den belegten Zusammenhang zwischen Magnesium und der Verringerung von Müdigkeit erklärt.¹

Rolle 02

Muskelfunktion

Es ist an der Muskelentspannung nach der Kontraktion beteiligt, im Gleichgewicht mit dem Calcium, das die Kontraktion auslöst — entscheidend für die neuromuskuläre Übertragung und eine entspannte Muskulatur. Diese normale Muskelfunktion zählt zu den anerkannten Wirkungen von Magnesium.² Seine Rolle bei der Vorbeugung von Krämpfen bleibt je nach klinischer Studie hingegen uneinheitlich.⁹

Rolle 03

Nervensystem

Magnesium moduliert die Nervenübertragung und die Freisetzung von Neurotransmittern und trägt zu einer normalen psychischen Funktion und zum nervlichen Gleichgewicht bei.³

Rolle 04

Knochen und Mineralisierung

Knapp 60 % des körpereigenen Magnesiums sind im Skelett gespeichert. Es trägt, neben Calcium und Vitamin D, zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei.⁴

Kernpunkt: Magnesium wirkt selten allein. Es arbeitet im Zusammenspiel mit Calcium (Muskelkontraktion/-entspannung), Kalium (Elektrolytgleichgewicht) und Vitamin D (Knochengesundheit und Immunsystem). Es ist dieses Zusammenspiel — und nicht ein einzelner Nährstoff —, das die ordnungsgemässe Funktion des Organismus unterstützt.

Kurz gesagt: Magnesium ist ein Akteur im Hintergrund, von dem Energie, Muskel, Nerv und Knochen abhängen. Die folgenden Abschnitte behandeln seine belegten Vorteile, die Anzeichen eines Mangels, die besten Nahrungsquellen sowie die Art und Weise, ein Präparat zu wählen und einzunehmen.

Abschnitt 02

Die belegten Vorteile von Magnesium

Weil es an Hunderten von Reaktionen beteiligt ist, beeinflusst Magnesium zahlreiche Funktionen. Hier sind die am besten belegten Vorteile — jeweils mit dem entsprechenden Evidenzgrad. Für die Details Studie für Studie besuchen Sie unsere Seite zu den Wirkungen von Magnesium auf den Organismus.

💪

Muskelfunktion

Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur Entspannung nach Belastung bei — eine anerkannte physiologische Wirkung.² Seine Wirksamkeit bei der Vorbeugung von Krämpfen ist hingegen nicht belegt: Ein Cochrane-Review findet bei Erwachsenen keinen klinisch bedeutsamen Nutzen, und die Daten zur Schwangerschaft bleiben widersprüchlich.⁹

✓ Funktion belegt
😴

Schlaf und Entspannung

Da es an der Regulation des Nervensystems und bestimmter am Einschlafen beteiligter Neurotransmitter mitwirkt, wird Magnesium hinsichtlich seiner Rolle für die Schlafqualität untersucht. Eine Metaanalyse bei älteren Personen mit Schlaflosigkeit beobachtet ein etwas schnelleres Einschlafen, jedoch auf schwachem Evidenzniveau: Die Ergebnisse müssen noch bestätigt werden.¹⁰

⚠ Vielversprechend
🧠

Stress und nervliches Gleichgewicht

Magnesium trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei.³ Eine ausreichende Zufuhr hilft, das Gefühl nervlicher Anspannung zu mildern; Stress erhöht zudem die renalen Magnesiumverluste, was einen Kreislauf zwischen Defizit und nervlicher Anspannung unterhalten kann.¹¹

⚠ Vielversprechend
🦴

Knochengesundheit

Als struktureller Bestandteil des Knochens wirkt Magnesium im Zusammenspiel mit Calcium und Vitamin D, um normale Knochen zu erhalten und die Knochenmineraldichte über die Jahre zu unterstützen.⁴

✓ Gut belegt
❤️

Herz-Kreislauf-Gesundheit

Magnesium ist an der Aufrechterhaltung eines regelmässigen Herzrhythmus und an der Funktion der Blutgefässe beteiligt. Mehrere Arbeiten verknüpfen eine ausreichende Zufuhr mit einem besseren Blutdruckprofil, auf moderatem Evidenzniveau.⁵

⚠ Vielversprechend
🩸

Glukosestoffwechsel

Magnesium ist am Glukosestoffwechsel und an der Insulinempfindlichkeit beteiligt. Studien bei Menschen mit Diabetes oder erhöhtem Risiko zeigen eine bescheidene Verbesserung der Blutzuckerkontrolle; der Nutzen in der gesunden Allgemeinbevölkerung ist nicht belegt.⁶

⚠ Explorativ
Im Hinterkopf behalten: Diese Vorteile betreffen einen Organismus, dessen Zufuhr ausreichend oder ausgeglichen ist. Magnesium ist kein Medikament: Es behandelt keine Krankheit und ersetzt keine ärztliche Betreuung. Sein Nutzen besteht darin, ein Defizit auszugleichen und normale physiologische Funktionen zu unterstützen.
Abschnitt 03

Anzeichen und Symptome eines Mangels

Ein Magnesiummangel ist häufig, bleibt aber oft unbemerkt, da seine Anzeichen wenig spezifisch sind. Der Körper greift dann auf seine Knochenreserven zurück, um einen stabilen Blutspiegel aufrechtzuerhalten — sodass eine normale Blutuntersuchung ein Defizit nicht ausschliesst: Das Serum-Magnesium spiegelt nur einen winzigen Teil der körpereigenen Reserven wider.¹² Lernen Sie, die Signale eines Magnesiummangels zu erkennen.

Anzeichen und Symptome eines Magnesiummangels: Krämpfe, Müdigkeit, Reizbarkeit
Abb. 1 — Die häufigsten Erscheinungsformen eines Magnesiummangels.

Die häufigsten Signale

Signal 01

💪 Krämpfe und Spasmen

Unerklärliche Muskelkrämpfe — oft nächtliche Wadenkrämpfe —, Lidzucken (Faszikulationen) oder Kribbeln zählen zu den ersten Anzeichen einer Hypomagnesiämie. Da Magnesium für die Muskelentspannung notwendig ist, stört sein Mangel dieses Gleichgewicht.²

Signal 02

🔋 Anhaltende Müdigkeit

Eine Müdigkeit, die der Ruhe widersteht, kann auf ein Defizit hinweisen, da Magnesium für die zelluläre Energieproduktion (ATP) zentral ist.¹

Signal 03

😟 Reizbarkeit und Nervosität

Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und ein Gefühl nervlicher Anspannung können auftreten, wenn die Zufuhr sinkt, da Magnesium das nervliche Gleichgewicht unterstützt.³

Signal 04

🤕 Kopfschmerzen und Schlaf

Wiederkehrende Kopfschmerzen, Einschlafschwierigkeiten und nicht erholsamer Schlaf werden bei einem länger anhaltenden Defizit mitunter berichtet.

Weitere Signale, die zu beobachten sind: Verdauungsstörungen (Verstopfung durch einen verlangsamten Transit), Lidzucken, erhöhte Lärmempfindlichkeit. Mehrere Faktoren begünstigen das Defizit: chronischer Stress, intensive körperliche Aktivität, eine pflanzenarme Ernährung, Alkoholkonsum, bestimmte harntreibende Medikamente. Im Zweifelsfall bleiben ärztlicher Rat und eine Abklärung das beste Vorgehen.
Abschnitt 04

Magnesiumreiche Lebensmittel

Die erste Magnesiumquelle bleibt der Teller. Eine abwechslungsreiche, an wenig verarbeiteten Pflanzen reiche Ernährung deckt einen grossen Teil des Bedarfs. Hier sind die interessantesten Lebensmittelgruppen — in den Alltag zu integrieren, um Ihre Zufuhr über die Ernährung auf natürliche Weise zu erhöhen.

LebensmittelgruppeBeispieleRichtwert GehaltVorteil
Nüsse und SamenKürbiskerneMandelnCashewkerneSehr hoch (Kürbiskerne an der Spitze)Praktisch als Snack, zudem reich an guten Fetten
Dunkle SchokoladeRohkakaoSchokolade ≥ 70 %Hoch (proportional zum Kakaoanteil)Genussvolle Quelle, reich an Antioxidantien
HülsenfrüchteSchwarze BohnenKichererbsenLinsenHochLiefern zudem Ballaststoffe und pflanzliche Proteine
VollkornprodukteQuinoaHaferBuchweizenMässig bis hochDas Raffinieren entfernt den Grossteil des Magnesiums: bevorzugen Sie Vollkorn
Grünes GemüseSpinatMangoldBrokkoliMässigMagnesium steht im Zentrum des Chlorophylls
Warum die Ernährung selten bei allen ausreicht: verarmte Böden, das Raffinieren von Getreide und das Kochen (ein Teil des Magnesiums geht ins Kochwasser über) verringern die tatsächliche Zufuhr. Stress, intensiver Sport und bestimmte Behandlungen erhöhen zudem den Bedarf. In diesen Situationen kann eine gezielte Ergänzung den Teller vervollständigen, ohne ihn jemals zu ersetzen.
Abschnitt 05

Wie wählt man sein Magnesium?

Angesichts der Vielfalt der Formen im Regal — Kapseln, Tabletten, Brausetabletten oder Granulat — kann die Wahl verwirrend wirken. Drei Kriterien machen den Unterschied: die Salzform bzw. Magnesiumverbindung (die Verträglichkeit und Aufnahme bestimmt), die Menge an tatsächlich zugeführtem elementarem Magnesium und das eventuelle Vorhandensein von Cofaktoren. Für einen vertieften Vergleich sehen Sie unsere Seite zur Auswahl eines passenden Präparats.

Die wichtigsten Magnesiumformen

FormKategorieBioverfügbarkeitMagen-Darm-Verträglichkeit
BisglycinatChelatsalz (3. Gen.)HochSehr gut — wenig abführend, ideal für die Langzeitkur
CitratOrganisches Salz (2. Gen.)GutGut — leicht abführende Wirkung bei hoher Dosis
MeeresmagnesiumSalzgemisch (oft Oxid)VariabelMittel — hängt vom Oxidanteil ab
OxidAnorganisches Salz (1. Gen.)NiedrigMässig — ausgeprägte abführende Wirkung, günstig
Magnesium + TaurinKombination (Cofaktor)GutGut — Taurin wird für den nervlichen Komfort untersucht

Die 3 Kriterien, die wirklich zählen

Kriterium 01

Die Salzform

Bevorzugen Sie Formen der 2. und 3. Generation (Bisglycinat, Citrat): besser aufgenommen und besser verträglich als Oxid, von dem ein grosser Teil nicht resorbiert wird.

Das Salz bestimmt zugleich die Aufnahme und den Verdauungskomfort.
Kriterium 02

Das elementare Magnesium

Lesen Sie die Menge an elementarem Magnesium pro Dosis und nicht das Gesamtgewicht des Salzes. Sie ist es, die zählt, um Ihren Bedarf zu decken.

Zwei Produkte mit gleichem Gewicht können sehr unterschiedliche elementare Dosen liefern.
Kriterium 03

Cofaktoren und Qualität

Bestimmte Cofaktoren — Vitamin B6, Taurin — werden zur Unterstützung der Aufnahme oder des nervlichen Komforts untersucht. Prüfen Sie auch das Fehlen überflüssiger Zusatzstoffe (etwa Trennmittel wie Magnesiumstearat), eine gute Rückverfolgbarkeit und die Konformität mit dem Schweizer Rahmen für Nahrungsergänzungsmittel.

Ein gutes Produkt ist transparent bezüglich seiner Form, seiner elementaren Dosis und seiner Herkunft.
Vergleich der Magnesiumformen: Bisglycinat, Citrat, Meeresmagnesium und Oxid — Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit
Orientierung — gut aufnehmbare Form, klare elementare Dosis, dokumentierte Rückverfolgbarkeit.
Abschnitt 06

Wann und wie Magnesium einnehmen?

Der Zeitpunkt der Einnahme, die Dosis und die Kurdauer beeinflussen Wirksamkeit und Komfort unmittelbar. Einige einfache Grundsätze ermöglichen es, das Beste herauszuholen — ohne Verdauungsbeschwerden. Für die Sonderfälle sehen Sie unseren Hinweis zum optimalen Zeitpunkt für eine Magnesiumkur.

Der richtige Einnahmezeitpunkt

Während oder direkt nach einer Mahlzeit
Bessere Magen-Darm-Verträglichkeit — die Nahrung puffert die abführende Wirkung
✓✓ Empfohlen
Am Abend / am Ende des Tages
Interessant für Entspannung und Schlaf bei vielen Menschen
✓ Gute Wahl
Einzelne hohe Dosis auf nüchternen Magen
Risiko einer abführenden Wirkung und weniger effiziente Aufnahme
✗ Zu vermeiden
Praktischer Tipp: Verteilen Sie die Zufuhr auf zwei Einnahmen (mittags und abends) statt auf eine einzige. Der Organismus nimmt mässige, aufgeteilte Mengen besser auf, und die Magen-Darm-Verträglichkeit verbessert sich dadurch. Regelmässigkeit über die Dauer ist wichtiger als die punktuelle Dosis.

Tagesdosis und Kurdauer

Dosis

300 bis 400 mg / Tag

Referenzzufuhr für einen Erwachsenen, anzupassen je nach Alter, Geschlecht und körperlicher Aktivität. Man rechnet in elementarem Magnesium.

Dauer

1 bis 3 Monate

Eine Grundkur wird in der Regel über mehrere Wochen angesetzt. Die Wirkungen auf den muskulären und nervlichen Komfort stellen sich allmählich ein.

Zur Mahlzeit

Mit einem Glas Wasser

Magnesium während einer Mahlzeit einzunehmen verbessert die Verträglichkeit und begrenzt die Verdauungsbeschwerden der ersten Einnahmen.

⚠️ Wichtig

Keine Überdosierung

Es ist unnötig, die empfohlene Zufuhr zu überschreiten: Der Überschuss wird ausgeschieden oder verursacht weichen Stuhl. Mehr ist nicht besser.

In der Praxis besteht das Ziel darin, Ihren Bedarf dauerhaft zu decken und dabei Ihre Verträglichkeit zu respektieren. Passen Sie Form, Dosis und Zeitpunkt an Ihren Lebensstil an — und hören Sie auf die Signale Ihres Körpers, um die Einnahme im Verlauf der Kur zu verfeinern.

Abschnitt 07

Nebenwirkungen und Vorsichtsmassnahmen

In den empfohlenen Dosen und über die Ernährung oder als Ergänzung ist Magnesium bei gesunden Menschen sehr gut verträglich. Einige Situationen erfordern dennoch Wachsamkeit. Die Einzelheiten der Risikoprofile finden sich auf unserer Seite zu den Gegenanzeigen von Magnesium.

Mögliche unerwünschte Wirkungen

Die häufigste Wirkung ist verdauungsbezogen: weicher Stuhl, Blähungen oder leichte Bauchkrämpfe, vor allem bei wenig aufnehmbaren Formen wie dem Oxid und bei hoher Dosis. Die Dosis zu verringern, die Einnahmen aufzuteilen oder die Form zu wechseln (Bisglycinat) löst die Beschwerden in der Regel. Eine echte Überdosierung (Hypermagnesiämie) ist beim gesunden Menschen, dessen Nieren den Überschuss ausscheiden, aussergewöhnlich.

Gegenanzeigen und zu beobachtende Profile

⚠️ Hohes Risiko

Niereninsuffizienz

Da die Nieren den Magnesiumüberschuss ausscheiden, setzt eine eingeschränkte Nierenfunktion einer gefährlichen Anreicherung (Hypermagnesiämie) aus. Die Supplementierung muss ärztlich begleitet werden.

ℹ️ Vorsicht

Laufende Behandlungen

Bei einer Herzerkrankung, Rhythmusstörungen oder jeder chronischen Behandlung holen Sie ärztlichen Rat ein, bevor Sie eine Kur beginnen.

ℹ️ Vorsicht

Schwangerschaft und Stillzeit

Der Bedarf steigt, doch jede Supplementierung muss von einer Gesundheitsfachperson bestätigt werden, die die Dosis anpasst.

ℹ️ Vorsicht

Ältere Menschen

Verringerte Aufnahme und mitunter eingeschränkte Nierenfunktion: Die Einnahme erfolgt idealerweise unter ärztlicher Aufsicht.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

⚠️ Bestimmte Antibiotika (Tetracycline, Chinolone) werden durch Magnesium in ihrer Aufnahme verringert: Halten Sie zwischen den Einnahmen 2 bis 3 Stunden Abstand. Schilddrüsenmedikamente und bestimmte Osteoporose-Behandlungen (Bisphosphonate): dieselbe Abstandsmassnahme. Diuretika: Sie verändern die Ausscheidung von Magnesium. Im Zweifelsfall sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke.

Diese Vorsichtsmassnahmen sollten von einem überlegten Gebrauch nicht abhalten: Für die grosse Mehrheit gesunder Erwachsener ist eine gut dosierte Magnesiumkur sicher. Die goldene Regel bleibt, die Zufuhr an Ihren tatsächlichen Bedarf und Ihren Gesundheitszustand anzupassen.

Fazit

Fazit

Was die Wissenschaft belegt — und was offen bleibt.

✅ Gut belegt

  • Magnesium ist Cofaktor von über 300 Enzymreaktionen¹
  • Es trägt zu einer normalen Muskel- und Nervenfunktion bei²,³
  • Es wirkt an der Erhaltung normaler Knochen mit, zusammen mit Calcium und Vitamin D⁴
  • Ein Mangel äussert sich durch Krämpfe, Müdigkeit und Reizbarkeit²
  • Bisglycinat und Citrat werden besser aufgenommen und besser vertragen als Oxid

⚠️ Vielversprechend, aber zu bestätigen

  • Nutzen für die Schlafqualität (schwache Evidenz)¹⁰
  • Vorbeugung von Krämpfen durch Supplementierung (bei Erwachsenen nicht belegt)⁹
  • Unterstützung bei Stress und nervlicher Anspannung³,¹¹
  • Wirkung auf den Blutdruck⁵
  • Rolle im Glukosestoffwechsel (vor allem bei Diabetes oder Risiko)⁶
  • Nutzen bei der Vorbeugung von Migräne

📌 Grundsätze zum Merken

  • Die Ernährung (Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte, dunkle Schokolade, grünes Gemüse) bleibt die erste Quelle
  • Man rechnet in elementarem Magnesium, nicht im Gesamtgewicht des Salzes
  • Einnahme zur Mahlzeit und aufgeteilte Einnahmen für den Verdauungskomfort
  • Magnesium ersetzt weder eine ärztliche Behandlung noch eine ausgewogene Ernährung
  • Niereninsuffizienz oder laufende Behandlung: ausschliesslich auf ärztlichen Rat
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⚠️ Nahrungsergänzungsmittel. Ersetzt keine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und keinen gesunden Lebensstil. Bei spezifischen medizinischen Fragestellungen konsultieren Sie eine Gesundheitsfachperson.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Magnesium

Was ist Magnesium und warum ist es für den menschlichen Körper wichtig?

Magnesium ist ein essenzielles Mineral, das an über 300 Enzymreaktionen des Organismus beteiligt ist. Es ist entscheidend für die Muskel- und Nervenfunktion, den Glukosestoffwechsel und die Produktion von Proteinen und DNA. Ohne ausreichende Zufuhr können metabolische und neurologische Funktionsstörungen auftreten.

Was sind die Anzeichen eines Magnesiummangels?

Zu den Symptomen können Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Reizbarkeit und allgemeine Schwäche zählen. In ausgeprägteren Fällen beobachtet man mitunter Taubheitsgefühle, Muskelspasmen und einen unregelmässigen Herzrhythmus. Eine regelmässige Magnesiumzufuhr über die Ernährung hilft, diesen Symptomen vorzubeugen.

Wo findet man Magnesium auf natürliche Weise?

Magnesium ist natürlicherweise in vielen Lebensmitteln enthalten: grünem Blattgemüse, Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten. Man findet es auch in dunkler Schokolade und bestimmten Fischen. Ein Nahrungsergänzungsmittel kann verwendet werden, um eine ausreichende Zufuhr zu gewährleisten, wenn die Ernährung nicht ausreicht.

Sind Magnesiumpräparate sicher?

Magnesiumpräparate gelten im Allgemeinen als sicher, wenn sie gemäss den Angaben eingenommen werden. Eine zu hohe Dosis kann jedoch weichen Stuhl oder Bauchschmerzen verursachen. Menschen mit Niereninsuffizienz sollten vor jeder Einnahme ärztlichen Rat einholen.

Welche Vorteile hat Magnesium für die Herz-Kreislauf-Gesundheit?

Magnesium ist an der Aufrechterhaltung eines regelmässigen Herzrhythmus und an der Funktion der Blutgefässe beteiligt, was zu einem besseren Blutdruckprofil beitragen kann. Mehrere Arbeiten verknüpfen eine ausreichende Zufuhr mit einem günstigeren Herz-Kreislauf-Risiko, auf moderatem Evidenzniveau.

Referenzen

Wissenschaftliche Quellen

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Schweizer Rechtsrahmen (Abschnitt 7)

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