Vitamin E: Wirkung, Quellen und Mangel

Kurzfazit

Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans: Seine einzige anerkannte Wirkung besteht darin, zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beizutragen. Man findet es problemlos in Pflanzenölen, Ölsaaten und Nüssen sowie in grünem Gemüse, und für die meisten Menschen genügt eine abwechslungsreiche Ernährung. Ein echter Mangel ist selten. Umgekehrt bringen hoch dosierte Supplemente keinen belegten Nutzen und können Risiken bergen.

Kernfakten

Alpha-Tocopherol Die Form von Vitamin E, die der Körper bevorzugt speichert und nutzt. Fettlöslich, lagert sie sich in der Zellmembran ein.
Oxidativer Stress Der Verschleiss, den instabile Moleküle den Zellen zufügen. Sie davor zu schützen ist die einzige zugelassene Angabe für Vitamin E.
Weizenkeimöl Die konzentrierteste Lebensmittelquelle für Vitamin E, vor Sonnenblumenöl, Sonnenblumenkernen und Mandeln.
Mangel Selten bei gesunden Menschen. Tritt vor allem bei schlechter Fettaufnahme und bei sehr früh Geborenen auf.

Kernpunkte

  • Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans; das Einzige, was man sicher sagen kann, ist, dass es zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beiträgt.
  • Seine besten Quellen sind Pflanzenöle (Weizenkeim, Sonnenblume), Ölsaaten und Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne), Avocado und Spinat.
  • Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf (rund 15 mg pro Tag bei Erwachsenen); ein echter Mangel ist selten.
  • Der Mangel betrifft vor allem Störungen der Fettaufnahme (Mukoviszidose, Leber- oder Darmkrankheiten) und sehr früh Geborene.
  • Hohe Dosen beugen keiner Krankheit vor und wurden mit Risiken in Verbindung gebracht: erhöhte Sterblichkeit, hämorrhagischer Schlaganfall, Prostatakrebs.
Lebensmittel mit viel Vitamin E: Pflanzenöle, Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Avocado
Vitamin E steckt vor allem in Pflanzenölen, Ölsaaten und Nüssen sowie in grünem Gemüse (Illustration).

Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans: Es ist in Fetten löslich, und seine anerkannte Wirkung besteht darin, zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beizutragen — dem Verschleiss, den instabile Moleküle, die freien Radikale, den Bestandteilen der Zelle zufügen[1]. Man findet es problemlos in Pflanzenölen, Ölsaaten und Nüssen sowie in grünem Gemüse, und das ist übrigens die einzige Eigenschaft, die ein Etikett ihm zuschreiben darf[8].

Drei einfache Gedanken fassen das Thema zusammen. Für die meisten Menschen deckt eine abwechslungsreiche Ernährung den Bedarf (rund 15 mg pro Tag bei Erwachsenen)[3]. Ein echter Mangel ist selten und betrifft vor allem Menschen, die Fette schlecht verdauen[2]. Und entgegen einer verbreiteten Vorstellung schützt eine hohe Dosis nicht besser: Mehrere grosse Studien haben sogar Risiken damit in Verbindung gebracht[4][6].

Wozu dient Vitamin E, und was lässt sich wirklich sagen?

Ein Antioxidans, das die Zellen schützt

Vitamin E ist nicht ein einzelnes Molekül, sondern eine Familie aus acht Verbindungen — vier Tocopherole und vier Tocotrienole. Es ist ein essenzieller Nährstoff: Der Körper kann es nicht selbst herstellen, es muss über die Ernährung kommen. Die Form, die der Körper bevorzugt speichert und nutzt, heisst Alpha-Tocopherol[1]. Da es fettlöslich ist, lagert es sich in den Zellmembranen ein — diesen feinen Hüllen aus Fett — wo es die empfindlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren schützt: Es neutralisiert die freien Radikale und bremst so die Oxidation, jene Kettenreaktion, die die Zelle sonst schädigt[2]. Diese antioxidative Wirkung ist die am besten erforschte Eigenschaft von Vitamin E. Hat es einmal gewirkt, helfen andere Antioxidantien wie Vitamin C oder Coenzym Q10, es wieder aufzufrischen.

Kleine Geschichte: Vitamin E wurde 1922 von zwei amerikanischen Forschenden, Herbert Evans und Katharine Bishop, als ein für die Fortpflanzung unentbehrlicher Faktor entdeckt. Sein Fachname «Tocopherol» stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet ungefähr «eine Schwangerschaft austragen». Es war ein Schweizer Chemiker, Paul Karrer, Nobelpreisträger für Chemie, dem Ende der 1930er-Jahre die erste Synthese gelang.

15 mg das ist der empfohlene Tagesbedarf bei Erwachsenen. Eine abwechslungsreiche Ernährung erreicht ihn mühelos, und Vitamin E wird im Körper gespeichert, vor allem im Fettgewebe: Man muss nicht jeden Tag eine genaue Dosis zuführen. Quelle: Vitamin-E-Merkblatt, Office of Dietary Supplements (NIH)

Was Vitamin E nicht leistet (die Versprechen zum Vergessen)

Überall liest man, Vitamin E «verjünge die Haut», «stärke das Immunsystem» oder «schütze das Herz». Vorsicht: Diese Versprechen gehen über das hinaus, was das Gesetz erlaubt und was die Wissenschaft gezeigt hat. Oxidativer Stress ist zwar an der Zellalterung und an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt, doch mehr davon zu schlucken beugt ihnen deswegen nicht vor: Ein «Krebsschutz» oder ein Schutz vor einem Herzinfarkt durch Vitamin E ist nicht belegt. Eine umfangreiche Forschungssynthese mit Hunderttausenden von Teilnehmenden fand keinen Nutzen von Antioxidans-Präparaten — darunter Vitamin E — zur Senkung der Sterblichkeit; Vitamin E erhöhte das Risiko sogar leicht[5]. Mit anderen Worten: Es gilt nicht «je mehr, desto besser» — seinen Bedarf zu decken ist sinnvoll, mehr in Form von Kapseln macht jemanden, dem nichts fehlt, nicht gesünder.

Wo findet man Vitamin E im Essen?

Vitamin E in Lebensmitteln: die besten Quellen

Vitamin E kommt vor allem im Pflanzenreich vor, dort, wo Fett ist: Öle, Saaten und Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse, Nüsse). Die Tabelle unten zeigt Lebensmittel mit hohem Vitamin-E-Gehalt, je übliche Portion. Zur Einordnung: Der empfohlene Bedarf bei Erwachsenen liegt bei rund 15 Milligramm pro Tag[3], und eine einzige Handvoll Kerne oder Mandeln liefert davon schon einen guten Teil.

Lebensmittel Vitamin E (übliche Portion) Gut zu wissen
Weizenkeimöl ≈ 20 mg pro Esslöffel Die konzentrierteste Quelle. Roh verwenden, als Dressing.
Sonnenblumenkerne ≈ 7 mg pro Handvoll (30 g) Rund die Hälfte des Tagesbedarfs als Snack.
Mandeln ≈ 7 mg pro Handvoll (30 g) Praktisch für unterwegs; liefern auch «gute Fette».
Sonnenblumenöl ≈ 6 mg pro Esslöffel Verbreitet und günstig, ideal als kaltes Dressing.
Haselnüsse ≈ 4 mg pro Handvoll (30 g) Gute pflanzliche Quelle, mit anderen Nüssen abwechseln.
Avocado ≈ 2 mg pro halbe Avocado Bescheidenere Quelle, aber leicht in den Alltag einzubauen.
Spinat (gekocht) ≈ 2 mg pro Portion Eines der besten grünen Blattgemüse für Vitamin E.

Zuerst der Teller

Eine natürliche, abwechslungsreiche Ernährung deckt das Wesentliche des Vitamin-E-Bedarfs, ohne dass man daran denken muss. Ein paar Reflexe helfen: Pflanzenöle roh als Dressing bevorzugen (Hitze und Raffination senken den Gehalt), Ölsaaten und Nüsse statt Süssem knabbern und grünem Gemüse sowie der Avocado einen Platz geben. Gut essen bleibt die Grundlage; Kapseln sind bestenfalls eine Ergänzung — kein Ersatz.

≈ 1 / 2 des Tagesbedarfs in einer Handvoll Mandeln. Rund 30 Gramm Mandeln oder Sonnenblumenkerne liefern etwa die Hälfte des empfohlenen Vitamin-E-Bedarfs. Genug, um den Bedarf mit abwechslungsreichem Essen leicht zu decken. Quelle: Vitamin-E-Merkblatt, Office of Dietary Supplements (NIH)

Vitamin-E-Mangel: wer ist betroffen, und welche Zeichen?

Ein seltener Mangel, fast immer mit der Aufnahme verbunden

Ein Vitamin-E-Mangel ist bei einer gesunden Person, die normal isst, sehr selten[3]. Er tritt fast immer dann auf, wenn der Körper Fette schlecht aufnimmt — und damit auch die fettlöslichen Vitamine: Mukoviszidose, Leberkrankheiten mit Gallenstau (Cholestase), Darmkrankheiten wie Morbus Crohn oder das Kurzdarmsyndrom, oder seltene genetische Krankheiten des Fetttransports[2]. Auch sehr früh Geborene sind gefährdet, da sie mit geringen Speichern zur Welt kommen[3].

Die Zeichen eines echten Mangels

Wenn sich der Mangel einstellt, betreffen die Mangelerscheinungen vor allem das Nervensystem, das besonders empfindlich auf Oxidation reagiert: Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Kribbeln, nachlassende Empfindung, Muskelschwäche, manchmal eine Beeinträchtigung der Augen und des Sehens[2]. Beim Säugling kann er die roten Blutkörperchen schwächen und eine Blutarmut auslösen[2]. Diese Zeichen sind unspezifisch: Nur ein Arzt kann den Zusammenhang herstellen, bei Bedarf mit einer Blutuntersuchung, die den Alpha-Tocopherol-Spiegel misst.

  1. 1Abwechslungsreich essen: Pflanzenöle roh, Ölsaaten und Nüsse, grünes Gemüse und Avocado decken den Bedarf der meisten Menschen.
  2. 2Bei einer bekannten Verdauungskrankheit mit schlechter Fettaufnahme oder bei sehr früh Geborenen gehört die Vitamin-E-Begleitung in ärztliche Hand.
  3. 3Bei unerklärten Gleichgewichtsstörungen, Kribbeln oder Schwäche eine Fachperson aufsuchen — ohne sich selbst einen Mangel zu diagnostizieren oder auf gut Glück zu supplementieren.
9 / 10 erreichen den empfohlenen Bedarf nicht — ohne deswegen «im Mangel» zu sein. In den USA nehmen über neun von zehn Personen weniger Vitamin E zu sich als empfohlen, so eine massgebliche Synthese. Doch eine etwas knappe Zufuhr ist kein Mangel mit Symptomen, der seinerseits selten bleibt. Quelle: Synthese zur Vitamin-E-Zufuhr, Advances in Nutrition (2014)

Der richtige Reflex

Bevor Sie an ein Supplement denken, denken Sie an den Teller. Ein paar Pflanzenöle roh, eine Handvoll Ölsaaten und Nüsse pro Tag und grünes Gemüse genügen den meisten Menschen. Und verwechseln Sie eine etwas knappe Zufuhr, häufig und harmlos, nicht mit einem Mangel mit Symptomen, der selten ist und einen ärztlichen Rat rechtfertigt.

Vitamin-E-Supplemente: nützlich oder riskant?

In hoher Dosis kehrt sich das Nutzen-Risiko-Verhältnis um

Da Vitamin E ein starkes Antioxidans ist, hat man lange gehofft, hohe Dosen würden das Herz schützen oder Krebs vorbeugen. Die grossen Studien haben enttäuscht — und sogar beunruhigt. Eine Analyse von Dutzenden Studien mit über 135’000 Personen hat hohe Dosen, ab rund 400 internationalen Einheiten pro Tag, mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit in Verbindung gebracht[4]. Eine sehr grosse amerikanische Studie beobachtete bei gesunden Männern, die 400 Einheiten pro Tag einnahmen, eine Zunahme der Prostatakrebsfälle[6]. Und eine umfangreiche Analyse brachte Vitamin E mit einem erhöhten Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall in Verbindung — eine Blutung im Gehirn[7].

Was das Gesetz erlaubt (und was es verbietet)

Auf einem Supplement darf man über Vitamin E nur eine einzige Sache schreiben: dass es «zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beiträgt»[8]. Versprechen wie «Anti-Aging», «gut für Haut und Haare», «stärkt die Abwehr» oder «schützt das Herz» sind für dieses Vitamin weder zugelassen noch belegt[5]. Die Grundregel ist einfach: Kein Lebensmittel und kein Präparat beugt einer Krankheit vor, behandelt oder heilt sie.

Ein Wort zu den Formen. Auf dem Etikett unterscheidet sich natürliches Vitamin E (pflanzlichen Ursprungs) von der synthetischen Variante — diese ist ein Gemisch aus acht leicht unterschiedlichen Varianten (Stereoisomeren), von denen der Körper nur einen Teil gut verwertet. Bei gleicher Dosis behält er die natürliche Form deshalb etwas besser[3]. Das Wesentliche bleibt jedoch dasselbe: Es ist ein Nährstoff, kein Medikament, und keine Form — natürlich oder nicht — «heilt» irgendetwas.

  • !«Anti-Aging» oder «repariert die Haut» durch geschlucktes Vitamin E: nicht zugelassen und nicht belegt.
  • !«Schützt das Herz» oder «beugt Krebs vor»: nicht zugelassen, und die Studien zeigen keinen Nutzen.
  • !Hochdosen «zum Auffüllen der Antioxidantien»: ohne belegten Nutzen und potenziell riskant.

Mehr ist nicht besser

Zwei konkrete Vorsichtsmassnahmen. In hoher Dosis kann Vitamin E die Blutgerinnung beeinträchtigen: Vorsicht ist geboten bei einer gerinnungshemmenden Behandlung («Blutverdünner») und vor einer Operation[3][7]. Und die Behörden legen eine Sicherheitsobergrenze fest, die manche hoch dosierten Präparate überschreiten: Es ist unnötig — und nicht ratsam —, Einheiten zu stapeln, um sich mit Antioxidantien «aufzuladen». In ernährungsüblicher Dosis hingegen stellt Vitamin E dieses Problem nicht.

Wichtig. Kein Lebensmittel und kein Präparat beugt einer Krankheit vor, behandelt oder heilt sie. Wenn Sie eine gerinnungshemmende Behandlung einnehmen, schwanger sind oder unerklärte Gleichgewichtsstörungen, Kribbeln oder Schwäche bemerken, holen Sie den Rat eines Arztes oder Apothekers ein, bevor Sie Vitamin E in hoher Dosis einnehmen.

Häufige Fragen

Welche Wirkung hat Vitamin E im Körper?

Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans: Es trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen – also vor dem Verschleiss durch instabile Moleküle. Das ist die einzige in Europa und der Schweiz zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für dieses Vitamin. Es schützt auch die Fette, aus denen die Membranen unserer Zellen bestehen. Ein Nutzen zur Vorbeugung von Herzkrankheiten oder Krebs ist bei einer bereits gut ernährten Person bislang dagegen nicht belegt.

Was sind die Zeichen eines Vitamin-E-Mangels?

Ein echter Mangel ist selten und betrifft vor allem Menschen, die Fette schlecht verdauen (Mukoviszidose, Leber- oder Darmkrankheiten), sowie sehr früh Geborene. Wenn er sich einstellt, zeigt er sich vor allem an den Nerven: Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Kribbeln, Muskelschwäche, manchmal Sehstörungen. Diese Zeichen sind unspezifisch: Nur ein Arzt kann den Zusammenhang herstellen, bei Bedarf mit einer Blutuntersuchung. Einen Vitamin-E-Mangel stellt man nicht selbst fest.

Welche Lebensmittel enthalten am meisten Vitamin E?

Die Spitzenreiter sind die Pflanzenöle, allen voran Weizenkeimöl, dann Sonnenblumenöl. Es folgen die Ölsaaten und Nüsse – Sonnenblumenkerne, Mandeln, Haselnüsse – sowie die Avocado und grüne Blattgemüse wie Spinat. Eine kleine Handvoll Mandeln oder Sonnenblumenkerne deckt bereits einen guten Teil des Tagesbedarfs. Für die meisten Menschen deckt eine abwechslungsreiche Ernährung den Vitamin-E-Bedarf problemlos.

Welches Öl enthält am meisten Vitamin E?

Es ist das Weizenkeimöl: eine der konzentriertesten Lebensmittelquellen für Vitamin E. Danach folgen Sonnenblumenöl, dann Distel-, Soja- und Olivenöl. Roh verwendet, als Dressing, liefern diese Öle Vitamin E ganz nebenbei. Ein Esslöffel Sonnenblumenöl liefert bereits einen beachtlichen Teil des Tagesbedarfs eines Erwachsenen.

Sollte man Vitamin E als Supplement einnehmen?

Für die meisten Menschen, die abwechslungsreich essen, nein: Die Ernährung deckt den Bedarf, und ein echter Mangel ist selten. Eine Supplementierung ist vor allem medizinisch sinnvoll bei einer schlechten Fettaufnahme, unter Begleitung einer Fachperson. Umgekehrt haben hoch dosierte Präparate keinen Nutzen zur Vorbeugung von Krankheiten gezeigt, und mehrere grosse Studien haben sogar Risiken festgestellt. Vor einer Einnahme spricht man besser mit einem Arzt oder Apotheker.

Ist Vitamin E in hoher Dosis gefährlich?

In den über die Ernährung zugeführten Mengen nein. Das Risiko betrifft hoch dosierte Präparate. Ab 400 internationalen Einheiten pro Tag haben grosse Analysen Vitamin E mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit, einem erhöhten Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall (eine Blutung im Gehirn) und – bei Männern – für Prostatakrebs in Verbindung gebracht. In hoher Dosis kann es zudem die Blutgerinnung beeinträchtigen: Vorsicht bei einer gerinnungshemmenden Behandlung oder vor einer Operation. Besser die empfohlenen Dosen nicht überschreiten.

Quellen und Referenzen (auf PubMed geprüft)

8 Quellen
  1. Traber M.G. (2014). Vitamin E inadequacy in humans: causes and consequences. — Advances in Nutrition — massgebliche Übersicht (Wirkung, Bedarf und Zufuhr von Vitamin E)
  2. Lobo L.M.C. & Hadler M.C.C.M. (2022). Vitamin E deficiency in childhood: a narrative review. — Nutrition Research Reviews — Übersicht (Mangel, Fettmalabsorption, neurologische Zeichen)
  3. National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements. Vitamin E — Fact Sheet for Health Professionals. — NIH (USA) — empfohlene Zufuhr, Lebensmittelquellen, Risikogruppen, Sicherheit
  4. Miller E.R. et al. (2005). Meta-analysis: high-dosage vitamin E supplementation may increase all-cause mortality. — Annals of Internal Medicine — Meta-Analyse, 19 Studien, 135’967 Teilnehmende
  5. Bjelakovic G. et al. (2012). Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases. — Cochrane Database of Systematic Reviews — 78 Studien, 296’707 Teilnehmende
  6. Klein E.A. et al. (2011). Vitamin E and the risk of prostate cancer (SELECT-Studie). — JAMA — randomisierte Studie, 35’533 Männer; erhöhtes Prostatakrebsrisiko
  7. Schürks M. et al. (2010). Effects of vitamin E on stroke subtypes: meta-analysis of randomised controlled trials. — BMJ — Meta-Analyse, 118’765 Teilnehmende; erhöhtes Risiko für hämorrhagischen Schlaganfall
  8. Europäische Kommission. Register der nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben (Verordnung (EU) Nr. 432/2012). — EU / EFSA; Schweiz: Anhang 14 LIV (BLV) — «Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen»

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