🌿 Darmgesundheit

Natürliches Probiotikum: Ihr Darmgleichgewicht wiederherstellen

Von fermentierten Lebensmitteln bis zu Nahrungsergänzungsmitteln — erfahren Sie, wie Sie ein natürliches Probiotikum wählen, das zu Ihren Bedürfnissen passt. Wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Schweiz.

Ihr Darm beherbergt Billionen von Mikroorganismen — eine komplexe mikrobielle Gemeinschaft, das sogenannte Darmmikrobiom. Wenn dieses Ökosystem im Gleichgewicht ist, funktionieren Verdauung, Immunabwehr und sogar die Stimmung besser. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, deren Stämme natürlicherweise den menschlichen Darm besiedeln und dort die guten Darmbakterien unterstützen. Für Menschen, die ihre Darmflora gezielt pflegen möchten, gehören natürliche Probiotika — ob aus fermentierten Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln — zu den am besten erforschten Ansätzen. Dieser Artikel fasst den aktuellen Wissensstand zusammen, gestützt auf wissenschaftliche Quellen. Für eine vertiefte Auseinandersetzung finden Sie unseren umfassenden Ratgeber zu Probiotika in der Schweiz.

Was ist ein natürliches Probiotikum?

Ein natürliches Probiotikum ist ein lebender Mikroorganismus — eine biologische Substanz —, der in ausreichender Menge aufgenommen einen gesundheitlichen Nutzen für den menschlichen Körper entfaltet. Diese Referenzdefinition wurde von der ISAPP (International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics) festgelegt und 2014 in Nature Reviews Gastroenterology veröffentlicht. Sie gilt bereits seit über einem Jahrzehnt als internationaler wissenschaftlicher Konsens. Die wichtigen und am besten bekannten Gattungen sind Lactobacillus, Bifidobacterium und Saccharomyces, die verschiedene Wirkungen im Darm entfalten.

Der Begriff «natürlich» unterscheidet Probiotika aus traditionellen Fermentationsprozessen — Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Miso — von solchen, die durch industrielle Kultivierung im Labor gewonnen werden. In beiden Fällen bestimmt die Anwesenheit lebender, identifizierter probiotischer Stämme die Wirksamkeit. Man findet sie natürlicherweise in fermentierten Lebensmitteln, aber auch in Nahrungsergänzungsmitteln, die aus wissenschaftlich ausgewählten Stämmen formuliert werden.

Was ein einfaches fermentiertes Lebensmittel von einem echten probiotischen Lebensmittel unterscheidet, ist die Gewähr, dass zum Zeitpunkt des Verzehrs ausreichend viele lebende Mikroorganismen vorhanden sind — und dass diese zu Stämmen gehören, deren Nutzen durch die Forschung belegt ist. Eine Pasteurisierung nach der Fermentation zerstört diese Mikroorganismen und hebt die probiotische Wirkung auf.

💡 Schlüsseldefinition

Ein Probiotikum ist nicht irgendein Bakterium: Es ist ein präziser, lebender Stamm, dessen gesundheitlicher Nutzen wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Die Gattung (Lactobacillus), die Art (plantarum) und der Stamm (299v) — alle drei zählen.

Welche Vorteile haben natürliche Probiotika?

Die Vorteile von Probiotika für die Darmgesundheit sind am besten belegt. Die guten Bakterien spielen eine wichtige Rolle im Verdauungssystem: Als Darmbakterien wirken sie direkt auf das Gleichgewicht des Darmmikrobioms und fördern eine gesundheitsfördernde Wirkung im gesamten Verdauungstrakt. Ein gesundes Mikrobiom hilft, die Verdauung zu verbessern, reguliert die Darmtätigkeit, reduziert Blähungen und stärkt die Darmbarriere — Probiotika können die Darmgesundheit positiv beeinflussen und so zu einer Verbesserung der Gesundheit insgesamt beitragen.

Einer der am besten dokumentierten Effekte betrifft die Antibiotika-assoziierte Diarrhö. Gemäss einer Metaanalyse von 42 kontrollierten Studien, veröffentlicht in BMJ Open (Goodman et al., 2021), senkt die gleichzeitige Gabe von Probiotika mit Antibiotika das Durchfallrisiko bei Erwachsenen um 37 %, insbesondere mit Stämmen von Lactobacillus und Bifidobacterium. Beim Reizdarmsyndrom zeigt eine Metaanalyse von 82 Studien in Gastroenterology (Goodoory et al., 2023), dass bestimmte Stämme — namentlich Lactobacillus plantarum 299v und Escherichia — die Gesamtsymptome lindern.

Probiotika tragen auch dazu bei, das Immunsystem zu stärken: Rund 70 % der Immunzellen befinden sich im Darm, was die gesundheitlichen Vorteile einer intakten Darmflora erklärt. Ein in Mucosal Immunology publizierter Review von Forschenden der ETH Zürich und PharmaBiome AG (Hitch, Slack et al., 2022) unterstreicht das therapeutische und präventive Potenzial von Mikrobiom-basierten Interventionen — Probiotika, Präbiotika und Stuhltransplantation — und belegt deren positive Wirkung auf die Modulation des Immunsystems. Neuere Forschungen untersuchen zudem die Darm-Hirn-Achse und das Gehirn. Eine systematische Übersicht im International Journal of Molecular Sciences (Alli et al., 2022) berichtet über positive Effekte von Probiotika und Synbiotika auf depressive Symptome bei Betroffenen, wobei weitere Studien erforderlich sind.

Weitere Forschungsansätze deuten darauf hin, dass bestimmte Stämme helfen, den Fettstoffwechsel zu verbessern, und im Rahmen einer gesunden Lebensweise zur Gewichtsreduktion beitragen könnten, wobei die Ergebnisse bescheiden bleiben. Im Dickdarm produzieren probiotische Bakterien kurzkettige Fettsäuren, die als Nährstoffe für die Darmschleimhaut dienen und die Barrierefunktion unterstützen. Probiotika dürften auch zur Erhaltung der Vaginalflora beitragen, die von Lactobacillus dominiert wird. Darüber hinaus unterstützen sie die Aufnahme bestimmter Vitamine der B-Gruppe und von Vitamin K, die von der Darmflora synthetisiert werden.

–37 % Reduktion des Risikos einer Antibiotika-assoziierten Diarrhö durch gleichzeitige Probiotika-Einnahme (Metaanalyse, 42 Studien, 11 305 Teilnehmende — Goodman et al., BMJ Open, 2021).
VorteilMechanismusUntersuchte Schlüsselstämme
VerdauungskomfortGleichgewicht des Mikrobioms, Reduktion von BlähungenL. acidophilus, B. lactis
Antibiotika-DiarrhöWiederherstellung der Darmflora nach BehandlungS. boulardii, L. rhamnosus GG
ImmunsystemModulation der intestinalen ImmunantwortL. casei, B. lactis
ReizdarmStärkung der DarmbarriereL. plantarum 299v, B. infantis 35624
Darm-Hirn-AchseEinfluss auf Stress und psychische GesundheitL. helveticus, B. longum

Welche Lebensmittel sind natürlich reich an Probiotika?

Die in der Schweiz am besten zugänglichen probiotikareichen Lebensmittel stammen aus der Milchsäure- oder alkoholischen Fermentation. Milchprodukte wie Joghurt, Kefir und jede fermentierte Milch, die nach der Fermentation nicht pasteurisiert wurde, bilden die wichtigste tägliche Probiotikaquelle. Naturjoghurt enthält Probiotika und Milchsäurebakterien der Gattungen Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilus. Auch der Kefir — ein Produkt auf Milchbasis mit Kefirkörnern — enthält dank der Milchfermentation durch Milchsäure bildende Bakterien und nützliche Hefen eine breitere mikrobielle Vielfalt. Diese Lebensmittel enthalten lebende Stämme, die sich im Darm ansiedeln können. Ein systematischer Review von 16 klinischen Studien (Kairey et al., Nutrition Reviews, 2023) beschreibt Kefir als sicheres Produkt, das zahlreiche probiotische Bakterien enthält, mit einem einzigartigen mikrobiologischen Profil unter den fermentierten Lebensmitteln.

Fermentiertes Gemüse ist eine ausgezeichnete pflanzliche Quelle: Sauerkraut — ein auf Kohlbasis fermentiertes Produkt, das lebende Lactobacillus enthält — koreanisches Kimchi und milchsauer eingelegtes Gemüse im Glas, fermentiert bei Raumtemperatur. Diese probiotischen Lebensmittel sind reich an probiotischen Kulturen aus Laktobazillen und Bifidobakterien. Lebensmittel auf Basis von fermentiertem Soja — Tempeh, Miso und traditionelle Sojasauce — enthalten wiederum Mikroorganismen, die sich von jenen der Milchprodukte unterscheiden. Kombucha (fermentiertes Teegetränk aus Bakterien und Hefen), ungefilterter Apfelessig, Sauerteigbrot und Rohmilchkäse vervollständigen die Liste der wichtigsten natürlichen Probiotika. All diese probiotischen Lebensmittel lassen sich einfach in den Alltag aufnehmen und tragen zu einer probiotikareichen Ernährung bei.

Eine randomisierte klinische Studie der Stanford-Universität (Wastyk, Sonnenburg et al., Cell, 2021) hat gezeigt, dass eine Ernährung reich an fermentierten Lebensmitteln die Diversität des Darmmikrobioms erhöht und Entzündungsmarker senkt — ein zentrales Ergebnis für die Gesamtgesundheit. Diese Lebensmittel tragen zudem dazu bei, die Vermehrung pathogener Bakterien wie Helicobacter pylori oder Escherichia coli zu begrenzen, indem sie die mikrobielle Konkurrenz im Verdauungstrakt stärken.

💡 Der Anti-Pasteurisierungs-Reflex

Überprüfen Sie stets, dass das Produkt nach der Fermentation nicht pasteurisiert wurde. Die Pasteurisierung zerstört die lebenden Mikroorganismen. Bevorzugen Sie Produkte aus der Kühlabteilung mit Hinweisen wie «lebende Kulturen» oder «aktive Kulturen».

Was ist der Unterschied zwischen natürlichen Probiotika und Nahrungsergänzungsmitteln?

Natürliche probiotische Lebensmittel — Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi — liefern lebende Stämme in einer Lebensmittelmatrix. Diese Matrix (Proteine, Lipide, Ballaststoffe) schützt beim Durchgang durch den Magen und erleichtert es den Bakterien, lebend in den Darm zu gelangen. Der Nachteil: Die Zusammensetzung der Darmflora, die daraus resultiert, variiert von Charge zu Charge, die Stämme sind nicht immer identifiziert, und die genaue Menge lebender Mikroorganismen ist selten garantiert.

Ein probiotisches Nahrungsergänzungsmittel bietet dagegen Standardisierung: Stämme, die nach Gattung, Art und Stammnummer identifiziert sind, eine garantierte Anzahl von KBE (koloniebildende Einheiten) pro Kapsel und kontrollierte Lagerbedingungen. Magensaftresistente Kapseln, wie sie in hochwertigen Formulierungen verwendet werden, schützen die Stämme vor der Magensäure und ermöglichen eine gezielte Freisetzung im Dünndarm — dort, wo sie am aktivsten sind. In der Schweiz werden Nahrungsergänzungsmittel durch das LMG und die NEM-Verordnung unter Aufsicht des BLV reguliert.

Ideal ist es, gemäss der wissenschaftlichen Literatur, beide Ansätze zu kombinieren: eine gesunde Ernährung mit täglichen fermentierten Lebensmitteln, um eine gesunde Darmflora aufzubauen, ergänzt durch eine gezielte Probiotika-Kur, um die Darmflora zu stärken, wenn die Umstände es erfordern (nach einer Antibiotika-Therapie, bei Verdauungsbeschwerden, in Stressphasen oder auf Reisen). Ein in EMBO Molecular Medicine publizierter Review von Forschenden der ETH Zürich und der Universität Basel (Cappio Barazzone, Slack et al., 2024) betont, dass der Übergang von einem empirischen Ansatz zu einem rationalen Mikrobiom-Engineering eine zentrale Herausforderung bleibt — weshalb die Wahl dokumentierter Stämme und kontrollierter Formulierungen den entscheidenden Unterschied macht.

KriteriumFermentierte LebensmittelNahrungsergänzungsmittel
Stämme identifiziertVariabel, selten angegebenJa, nach Stamm und Menge
KBE-MengeNicht standardisiertGarantiert pro Kapsel/Dosis
MagensäureschutzNatürlich (Lebensmittelmatrix)Magensaftresistente Kapsel
PraktikabilitätErfordert Vielfalt und Regelmässigkeit1 Kapsel/Tag, einfach zu integrieren
AnwendungskontextAlltag, LebensstilGezielte Kur oder regelmässige Unterstützung

Wie wählt man ein gutes natürliches Probiotikum?

Um ein geeignetes natürliches Probiotikum zu wählen, ob Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, sind mehrere Kriterien entscheidend. Das erste ist die Stammidentifikation. Die am besten dokumentierten probiotischen Stämme gehören zu den Gattungen Lactobacillus (Lactobacillus acidophilus, L. plantarum, Lactobacillus rhamnosus, Lactobacillus casei) und Bifidobacterium (B. longum, B. lactis, B. bifidum). Jeder Stamm hat eine spezifische Wirkung — die besten Probiotika sind jene, die zu Ihrem individuellen Bedarf passen.

Das zweite Kriterium ist die Dosierung. Klinische Studien verwenden Dosierungen von 1 bis 25 Milliarden KBE pro Tag je nach Indikation. Bei fermentierten Lebensmitteln hängt die Qualität vom Fermentationsprozess ab: nicht pasteurisiert, kühl gelagert, ohne Zusatzstoffe. Bei Nahrungsergänzungsmitteln prüfen Sie, ob die KBE-Anzahl bis zum Verfallsdatum garantiert ist (nicht nur «bei Herstellung»), ob die Stämme magensäureresistent sind und ob der Hersteller die Zusammensetzung transparent deklariert.

Stellen Sie in der Schweiz sicher, dass das Produkt den Richtlinien des BLV und der NEM-Verordnung entspricht. Um zuverlässige natürliche Probiotika zu finden, setzen Sie Qualität vor Preis: Empfohlene Probiotika sind solche, die in der Schweiz mit Chargenrückverfolgbarkeit hergestellt werden und somit höhere Garantien bieten als wenig dokumentierte Importprodukte. Alle Informationen zu Stämmen, Dosierung und Lagerung sollten klar auf der Etikette angegeben sein. Bei Erkrankungen wie Morbus Crohn oder schwerem Reizdarmsyndrom ist vor der Einnahme von Probiotika unbedingt eine medizinische Fachperson zu konsultieren.

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⚠️ Nahrungsergänzungsmittel — kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung oder eine gesunde Lebensweise. Konsultieren Sie eine medizinische Fachperson bei spezifischer Indikation, Schwangerschaft, Stillzeit oder Immunsuppression.

Wann und wie eine Probiotika-Kur durchführen?

Eine Probiotika-Kur ist in mehreren von der Forschung gut dokumentierten Situationen sinnvoll. Die am besten belegte: nach einer Antibiotika-Therapie, wenn die Darmflora gestört ist. Die Metaanalyse von Hempel et al. (JAMA, 2012 — 63 Studien, 11 811 Teilnehmende) zeigte eine signifikante Reduktion des Durchfallrisikos, wenn Probiotika gleichzeitig mit dem Antibiotikum eingenommen werden. Weitere Kontexte sind Verdauungsstörungen, wiederkehrende Blähungen, Stressphasen, Reisen oder der Wunsch, das allgemeine Wohlbefinden im Verdauungsbereich zu unterstützen.

Die Dosierung hängt vom Produkt und vom Ziel ab. Für ein Nahrungsergänzungsmittel wie FloraPro 7 lautet die Empfehlung 1 Kapsel pro Tag, vorzugsweise mit oder kurz vor einer Mahlzeit — die Nahrung puffert die Magensäure und verbessert das Überleben der Stämme bis zum Darm. Vermeiden Sie heisse Getränke (Kaffee, Tee) bei der Einnahme: Probiotische Bakterien sind hitzeempfindlich. Die empfohlene Kurdauer beträgt mindestens 4 bis 8 Wochen — die ersten messbaren Veränderungen des Mikrobioms entstehen nach etwa 4 Wochen regelmässiger Einnahme.

Um die Wirkung zu maximieren, kombinieren Sie Ihre Probiotika mit Präbiotika — den Ballaststoffen, die nützliche Bakterien ernähren. Präbiotika-Quellen sind Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Bananen und Hülsenfrüchte. Diese synbiotische Kombination (Probiotika + Präbiotika) ist die effektivste Strategie zur Wiederherstellung des Gleichgewichts der Darmflora. Unser Probiotika-Ratgeber Schweiz beschreibt die an jede Situation angepassten Kurprotokolle.

💡 Synergie Probiotika + Präbiotika

Kombinieren Sie Ihre Probiotika (Joghurt, Kefir, Sauerkraut oder Nahrungsergänzung) mit Präbiotika (Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Bananen, Hafer, Hülsenfrüchte) für einen optimalen synbiotischen Effekt auf Ihr Mikrobiom.

Gibt es Vorsichtsmassnahmen bei Probiotika?

Probiotika gelten für die grosse Mehrheit gesunder Personen als sicher. Die Metaanalyse von Goodoory et al. (2023), die mehr als 7 000 Patienten in 55 Studien umfasst, zeigte kein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen unter Probiotika im Vergleich zu Placebo. Die häufigsten Nebenwirkungen sind vorübergehend und mild: Blähungen, vermehrte Darmgase oder leichte Verdauungsbeschwerden in den ersten Tagen der Einnahme. Diese Symptome spiegeln die Anpassung des Mikrobioms wider und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.

⚠️ Risikogruppen

Immungeschwächte Personen, Intensivpatienten, Frühgeborene und Personen mit zentralvenösen Kathetern weisen ein seltenes, aber dokumentiertes Infektionsrisiko durch probiotische Stämme auf. Für diese Gruppen ist eine ärztliche Konsultation vor jeder Einnahme unerlässlich.

Wechselwirkungen mit Medikamenten sind selten, aber möglich — insbesondere mit Immunsuppressiva. Personen mit Morbus Crohn, schwerem Reizdarmsyndrom oder einer schweren diagnostizierten Dysbiose sollten eine medizinische Fachperson konsultieren, bevor sie eine Supplementierung beginnen. Ein in Gut Microbes publizierter Review von Gastroenterologen des Universitätsspitals Bern (Inselspital) und des Universitätsspitals Zürich (Caparrós, Wiest, Scharl et al., 2021) beschreibt die Wechselwirkungen zwischen Dysbiose, bakterieller Translokation und Entzündung bei Morbus Crohn — und unterstreicht die Bedeutung ärztlicher Begleitung, wenn ein schweres Ungleichgewicht der mikrobiellen Flora vorliegt. In der Schweiz weist das BLV darauf hin, dass Nahrungsergänzungsmittel keine Arzneimittel sind und nicht als solche beworben werden dürfen.

Die wichtigste Vorsichtsmassnahme bleibt, ein qualitativ hochwertiges natürliches Probiotikum zu wählen, korrekt dosiert, mit identifizierten Stämmen und geeigneter Lagerung. Bewahren Sie Ihre Nahrungsergänzungsmittel nach dem Öffnen kühl auf, halten Sie die empfohlene Tagesdosis ein und verwenden Sie ein Nahrungsergänzungsmittel niemals als Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.

Wissenschaftliche Quellen & Referenzen

1

Goodman C. et al. — Probiotics for the prevention of antibiotic-associated diarrhoea: a systematic review and meta-analysis

BMJ Open, 2021, 11(8):e043054. Metaanalyse von 42 kontrollierten Studien (11 305 Teilnehmende) — 37 % Risikoreduktion bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö.

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2

Hempel S. et al. — Probiotics for the Prevention and Treatment of Antibiotic-Associated Diarrhea

JAMA, 2012, 307(18):1959-69. Referenz-Metaanalyse — 63 randomisierte Studien, 11 811 Teilnehmende.

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Goodoory V.C. et al. — Efficacy of Probiotics in Irritable Bowel Syndrome: Systematic Review and Meta-analysis

Gastroenterology, 2023, 165(5):1206-1218. 82 Studien (10 332 Patienten) — moderater Nutzen bestimmter Stämme bei Reizdarmsymptomen.

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Wastyk H.C., Sonnenburg J.L. et al. — Gut-microbiota-targeted diets modulate human immune status

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Kairey L. et al. — The effects of kefir consumption on human health: a systematic review of randomized controlled trials

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Ribera C. et al. — Probiotic, prebiotic, synbiotic and fermented food supplementation in psychiatric disorders

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Solliard C. et al. — Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in der Schweiz

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🇨🇭 Hitch T.C.A., Slack E. et al. — Microbiome-based interventions to modulate gut ecology and the immune system

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🇨🇭 Caparrós E., Wiest R., Scharl M. et al. — Dysbiotic microbiota interactions in Crohn's disease

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Dieser Inhalt dient ausschliesslich der Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Bei gesundheitlichen Fragen konsultieren Sie bitte eine Ärztin, einen Arzt oder Ihre Apotheke. Swilab · Entwickelt und hergestellt in der Schweiz 🇨🇭